Lemoncurd-Macaron {Mandeln / Puderzucker / Eiweiß / Lemon-Curd}

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Spätestens seitdem ich, nach einigen Fehlversuchen und Tüftelei, "mein" Macaronrezpt gefunden habe, hat mich das Fieder vollständig gepackt! Widerstand ist zwecklos und Ostern ist ein wunderbarer Anlass ein weiteres Rezept zu testen. Den Teig für die Schalen habe ich dieses Mal in einem hellen Türkis gefärbt und mit einer Lemoncurd-Creme gefüllt. 

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Zutaten für die Macaron-Schalen

  • 40g Eiweiß
  • 10g Zucker
  • 45g gemahlene Mandeln
  • 80g Puderzucker
  • 1 Prise Salz
  • Gel- oder Puderlebensmittelfarbe

Zutaten für die Lemon-Curd Creme

  • 2-3 El Lemoncurd
  • 2-3 El Frischkäse Vollfettstufe
  • evtl. etwas Sofortgelatine

Zubereitung

Für die Macaron-Schalen das Eiweiß mit der Prise Salz in der Küchenmaschine steif schlagen. Sobald das Eiweiß weißlich wird, den Zucker langsam einrieseln lassen und solange weiter schlagen, bis ein fester weißer Schnee entstanden ist. Während das Eiweiß steif geschlagen wird, Mandeln und Puderzucker mischen und mindestens einmal sieben.

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Den Mandelzucker in drei Portionen mit Hilfe einer Gummizunge unter den Eischnee heben. Der fertige Teig sollte zäh von der Zunge fallen. Die Macaronmasse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und runde Macarons auf ein mit einer Silikonmatte oder Backpapier ausgelegtes Blech legen. Die Schalen sollten ca. 15 Minuten ruhen, nach der Hälfte der Zeit den Backofen auf 130°C Ober-Unterhitze vorheizen. Während die Macarons ruhen bildet sich eine Haut auf der Oberfläche. Mit dem Finger einen Macaron vorsichtig berühren um zu testen, ob sie bereit für den Backofen sind. Der Teig darf nicht am Finger kleben.

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Die Schalen im vorgeheizten Backofen bei 130°C Ober-und Unterhitze für ca. 12-14 Minuten backen. Den Ofen unter keinen Umständen vor Ende der Backzeit öffnen, denn dann fallen die Schalen wieder in sich zusammen. Die fertigen Schalen aus dem Ofen nehmen und für mindestens 5 Minuten auf dem Backblech auskühlen lassen. Dann erst die Schalen vorsichtig vom Backpapier abziehen und jeweils Pärchen zusammenstellen. 

Für die Füllung Lemoncurd und Frischkäse glatt rühren. Sollte die Masse zu flüssig sein, mit etwas Sofortgelatine andicken und in einem Spritzbeutel mit Sterntülle im Kühlschrank fest werden lassen. Den Spritzbeutel vorne verschließen, bevor die Creme eingefüllt wird. Die Creme hält sich ein bis zwei Tage im Kühlschrank, die gefüllten Macarons werden etwas weich. Darum nur so viele Macaronschalen mit der Creme füllen, wie auch verzehrt werden.   

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Die Füllung ist leicht säuerlich und bildet damit einen schönen Ausgleich zu den süßen Macaronschalen. Ich wünsche euch und euren Lieben wunderschöne Ostertage! Lasst es euch gut gehen und habt eine gute (Kuchen-)Zeit!  

Eure Tine

Matcha-Holler-Cake {Matcha / Holunderblüte / Joghurt / Mango / Ostern}

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Ostern ist für mich ganz eng mit meinem Geburtstag verbunden. Soweit ich mich erinnere fielen beide Ereignisse nie zusammen, lagen aber doch immer sehr nah beieinander. In diesem Jahr ist der Osterhase zuerst dran und darum ist dieses Törtchen auch ihm gewidmet. Passend zur Jahreszeit sind lockere Matcha-Biskuit-Böden mit einer leichten Joghurt-Mousse gefüllt, die mit Holunderblütensirup aromatisiert ist. In der Creme versteckt sich fruchtiges Mangopüree, noch ein bisschen Osterdekoration und schon ist es fertig, mein diesjähriges Ostertörtchen. 

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Zutaten für den Matcha-Biskuit

  • 4 Eier (Größe L)
  • 180g Zucker (inkl. 2 Päckchen Vanillezucker) 
  • 80ml Milch (heiß!)
  • 120g Mehl
  • 60g Speisestärke
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Matcha-Pulver

Zutaten für die Holunderblüten-Mousse

  •  450g Griechischer Joghurt 
  • 100ml Holunderblütensirup
  • 200g Schlagsahne
  • 6 Blatt Gelatine (oder ein vergleichbares Geliermittel) 

Zutaten für das Mangopüree

  • 1 reife Mango 
  • 3 Blatt Gelatine

Zutaten für die Dekoration  

  • Puderzucker
  • Ostereier oder eine andere, dem Anlass entsprechende Dekoration
  • Sprinkles (meine sind von www.Sweetapolita.com) 

Zubereitung

Wie immer starte ich mein Tortenprojekt einen Tag bevor die Torte zusammengebaut wird. Los geht's also mit dem Matcha-Biskuit. Dazu den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen und die Böden von zwei runden Springformen mit jeweils 15cm Durchmesser mit Backpapier auslegen.

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Für den Biskuit die Eier trennen und das Eiweiß mit der Hälfte des Zuckers in der Küchenmaschine zu festem Schnee schlagen. Den Eischnee im Kühlschrank bis zur weiteren Verwendung aufbewahren. Die Eigelb mit dem restlichen Zucker, dem Vanillezucker und der heißen Milch gründlich aufschlagen, bis eine sehr helle und luftige Masse entsteht. Das kann einige Minuten dauern.  Die trockenen Zutaten mischen und mit 1/3 des Eischnees auf die Eigelbmasse geben. Alles mit einer Gummizunge vorsichtig aber sehr gründlich und in kreisförmigen Bewegungen unterheben. Nun in zwei weiteren Portionen den verbleibenden Eischnee ebenfalls unter den Teig heben und anschließend in die Springformen füllen. Die Böden ca. 35 Minuten backen. Nach einer geglückten Stäbchenprobe die fertigen Böden aus dem Ofen nehmen und in der Form auskühlen lassen.

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Die Mango schälen, das Fruchtfleisch vom Kern lösen und klein schneiden sowie die Gelatine einweichen. Das Fruchtfleisch mit sehr wenig Wasser kurz dünsten und sehr fein pürieren. Die eingeweichte Gelatine in dem warme Mangopüree unter ständigem Rühren auflösen und in halbrunde Silikonmulden von ca. 3cm Durchmesser füllen. Das Mangopüree vollständig auskühlen lassen und über Nacht in den Kühlschrank stellen. 

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Am folgenden Tag die Sahne steif schlagen und in den Kühlschrank stellen. Die Gelatine oder das gewählte Geliermittel nach Packungsanweisung vorbereiten. Den Joghurt in eine Schüssel geben und glatt rühren. Den Holunderblütensirup erwärmen, die eingeweichte und ausgedrückte Gelatine darin auflösen und etwas Joghurt unter den Sirup rühren. Nun die Sirupmischung unter ständigem Rühren zum Joghurt geben, vollständig glatt rühren und in den Kühlschrank stellen. Sobald die Mousse zu gelieren beginnt die Sahne unterheben und zurück in den Kühlschrank geben. Die Mousse in einen Spritzbeutel mit Sterntülle füllen sobald sie fest wird und nochmals für ca. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. 

In dieser Zeit die Böden aus der Form lösen, ggf. begradigen und jeweils einmal waagerecht durchschneiden. Einen Boden mit etwas Creme auf einem Cakeboard (Kuchenpappe) fixieren. Die Mangohalbkugeln kreisförmig auf den ersten Boden setzen, so dass die Mitte und mind. 1 cm am Rand frei bleiben. In die Mitte und an den Rand Tupfen der Mousse spritzen. Das Magopüree sollte vollständig mit der Mousse bedeckt sein. Den nächsten Boden auflegen und fingerdick Mousse aufspritzen. Den dritten Boden auflegen und damit wie mit dem ersten verfahen. Den letzten Boden auflegen und den Rand glatt mit Mousse bestreichen. Aus der verbleibenden Mousse Tupfen aufspritzen und nach Geschmack verzieren. 

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Die Torte bis 1 Stunde vor dem Verzehr im Kühlschrank lagern. Sie schmeckt fruchtig herb und nur leicht süß. Dieses Frühlingstörtchen schmeckt sowohl zum Kaffeestündchen als auch als Dessert köstlich. 

Habt wunderbare Ostern und eine tolle (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine

 

Beschwipster Osterhupf {Karotte / Haselnuss / Eierlikör / Vanille}

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Ostern steht vor der Tür und darum gibt es schon heute das erste Rezept, damit ihr ausreichend Zeit habt, die österliche Kaffeetafel zu planen. Passend zum Anlass habe ich heute einen schlichten, aber nicht minder leckeren Gugelhupf für euch, der natürlich auch unabhängig von Ostern wunderbar schmeckt. Er vereint alle Zutaten, die für mich zu österlichem Gebäck dazugehören: Karotten, Nüsse und Eierlikör. Der Osterhupf ist super saftig und auch nach wenigen Tagen schmeckt er ganz wunderbar und hat nichts von seinem Geschmack oder der Konsistenz eingebüßt. Mit Puderzucker bestäubt oder einer fruchtigen Zitronenglasur ist er rasch fertig und servierbereit. 

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Zutaten für den Kuchen

  • 120g Zucker inkl.  1 Päckchen Bourbon-Vanillezucker
  • 5 Eier (Größe M)
  • 250ml Speiseöl
  • 250ml Eierlikör
  • 120g Mehl
  • 160g Haselnüsse
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 200g fein geriebene Karotten

Zutaten für die Glasur

  • 2 El Puderzucker zum Bestäuben oder
  • 200g Puderzucker 1-2 El Zitronensaft

Zubereitung:

Alle Zutaten sollten im Voraus Raumtemperatur haben und der Backofen wird auf 175°C Umluft vorgeheizt. Die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett rösten und dabei regelmäßig wenden. Die Nüsse abkühlen lassen und in einem Blitzhacker nicht zu fein hacken. Alle übrigen Zutaten abwiegen und bereit stellen. 

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Zucker, Vanillezucker und Eier gründlich (lieber ein bisschen länger) mit dem Handmixer oder der Küchenmaschine verrühren. Die Masse sollte deutlich an Volumen gewonnen haben und hell gelb bis fast weiß aussehen! In einem dünnen Strahl und während meine Küchenmaschine auf mittlerer Stufe fleißig weiterrührt gebe ich Eierlikör und Öl dazu. Dadurch verliert die Masse nur minimal an Volumen, wird aber deutlich flüssiger.

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Anschließend werden rasch Mehl und Backpulver - diesmal nehme ich dafür die Küchenmaschine - untergerührt. Das Mehl wird auch bei diesem Rezept nur ganz kurz untergemischt. Die geraspelte Karotten und die Nüsse ebenfalls kurz mit einem Teigschaber unterheben. Den Teig in die sorgfältig gefettete und mit Mehl oder Semmelbröseln vorbereitete Kuchenform füllen und für ca. 45-50 Minuten im Ofen backen.

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Den Kuchen nach einer geglückten Stäbchenprobe aus dem Ofen holen und kurz auskühlen lassen. Dann vorsichtig vom Rand der Form lösen und aus der Form holen (stürzen) und vollständig auskühlen lassen. Mit Puderzucker bestäubt oder mit Zuckerguss verziert servieren. Lasst es euch schmecken und genießt die (Vor-)Osterzeit. 

Eure Tine 

 

Ostertorte {Schokoladeneier / Ganach / Preiselbeeren / Guinness}

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Ostern steht vor der Tür, der Frühling hat uns mal wieder im Schlaf überholt und so langsam suggeriert uns das Wetter, dass der Sommer schon anklopft. Spätestens jetzt können wir uns Frühling und Ostern nicht mehr entziehen. Karotten, Eierlikör, Vanille, erste Erdbeeren und Rhabarber überall wo man hinschaut. Warum nicht einmal etwas anderes zu Ostern backen? Eine Ostertorte, die unglaublich schokoladig und schön herb ist! Nach fast vierzig Tagen ohne Schokolade habe ich ein wahnsinniges Verlangen nach dunkler Schokolade. Im Supermarkt schmachte ich seit Wochen fast jede Tafel an und male mir aus, was man mit zartbitterer Kuvertüre so alles anstellen könnte. Hier kommt nun also die Antwort – eine super schokoladige Ostertorte.

Mein ganz persönlicher Favorit zu einer herben dunkeln Schokoladenganache ist der Guinnessboden, den ich immer wieder gerne backe. Er ist super saftig, wie ein Brownie und ebenfalls eher herb als süß. Ein Ostertörtchen also mal anders. Der Guinnessboden stammt aus der Herbst-Ausgabe des Magazins „Sweet Dreams“ (klick) (September/Oktober 2015). 

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Zutaten für die Böden

  • 360ml dunkles Bier (ich habe entsprechend der Empfehlung im Rezept Guinness verwendet)
  • 340g Butter
  • 160g Kakaopulver
  • 4 Eier
  • 4 Tl Vanilleextrakt
  • 360g Creme fraîche
  • 360g Mehl
  • 560g Zucker
  • 1 Tl Salz
  • 4 Tl Backpulver
  • 4 El Kakaonibs

Zutaten für die Fruchtfüllung

  • 6 El Preiselbeeren (ich bevorzuge - in alter Familientradition - die von Wernberger)

Zutaten für die Ganache (Schokoladencreme)

  • 400g Schlagsahne
  • 400g zartbittere Schokolade

Zutaten für die Dekoration

  • Grüner, essbarer Rasen
  • Ostereier, z.B. mit Zuckerguss überzogene Schokoladeneier

Zubereitung

Am Tag bevor die Torte gefüllt und verziert wird, die Schokolade grob hacken, in eine Schüssel geben und mit der kurz aufgekochten Sahne übergießen. Alles 1-2 Minuten ruhen lassen und anschließend glattrühren. Die Ganache über Nacht im Kühlschrank fest werden lassen.

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Sogleich geht es mit den Böden weiter: Dazu den Backofen auf 150°C Umluft vorheizen und den Boden von zwei runden Formen (26 – 28 cm Durchmesser) mit Backpapier auslegen.

Das Bier mit der Butter in einem Topf erhitzen und den Kakao einrühren. Alles abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Eier mit Vanille und Creme fraîche mit einem Schneebesen verquirlen. Für die Herstellung des Teiges habe ich vollständig auf die Hilfe meiner Küchenmaschine verzichtet und alles mit einem großen Schneebesen gemacht, das klappt wunderbar. Die Biermischung unter die Eiermasse rühren und anschließend Mehl, Zucker, Backpulver, Salz und Kakaonibs dazu geben. Sobald der Teig glatt und homogen ist, wird er gleichmäßig auf die Formen verteilt und für ca. 40 Minuten (Stäbchenprobe) im Ofen gebacken. Die Kuchen auskühlen und über Nacht abgedeckt in der Form stehen lassen. 

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Am folgenden Tag die Schokoladencreme 1 Stunde bevor es mit den Böden weitergeht aus dem Kühlschrank nehmen. Dann die beiden Böden aus der Form lösen und einen Boden einmal waagerecht durchschneiden. Für diese Torte habe ich somit drei Böden verwendet.

Die Schokoladencreme mit einem Schneebesen glattrühren und ca. 6 El in einen Spritzbeutel mit Sterntülle geben. Den nicht geteilten Boden auf einen Tortenteller oder eine Tortenpappe setzen und die Preiselbeeren auf diesem Boden verteilen. Den Rand mit Ganache einstreichen und einen zweiten Boden aufsetzen. Diesen oben mit Ganache bestreichen und den dritten Boden auflegen. Den letzten Boden sowie die gesamte Torte mit Ganache einstreichen. Dazu in zwei Schritten arbeiten. Zuerst wird die Torte mit einer dünnen Schicht aus Schokoladencreme umhüllt. Das dient dazu, alle Krümel zu binden und Unebenheiten auszugleichen. Sobald diese Schicht fest ist, die übrige Ganache ebenfalls ganz leicht erwärmen, so dass sie einen schönen Glanz bekommt und die Torte damit großzügig einstreichen. Rasch arbeiten, da die Creme sonst fest wird, bevor die Torte mit einem Tortenglätter rundherum geglättet werden konnte.

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Mit dem Spritzbeutel große Tupfen an den Rand der Torte spritzen und ein Nest in der Mitte aufspritzen. Die Torte mit dem Gras und den Zuckereiern österlich dekorieren und im Kühlschrank vollständig durchkühlen lassen. Sie schmeckt recht herb, mit den Preiselbeeren aber sehr fruchtig und braucht mindestens eine Stunde, um auf Zimmertemperatur zu kommen, bevor sie serviert werden sollte.

Habt viel Spaß beim Nachbacken und eine schöne österliche (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine